|
„... mit Henrik Wöhler als hervorragendem Sprecher; ...balanciert an jenem Abgrund, der das Normale vom Wahnsinn trennt." DIE ZEIT „Sparsam, aber wirkungsvoll instrumentiert...mit Spannung und Lust erzählt." DeutschlandRadio Berlin „Köstlich verschwatzte Gruselei...abgründiger Hörgenuss." Leipziger Volkszeitung „Gruselige Grausamkeiten...wie ein spannender Film, der im Gegensatz zum echten Kinofilm mit geschlossenen Augen erlebt werden kann." Thüringer Allgemeine „Eine äußerst angenehme Athmosphäre gemütlichen Gruselns in bemerkenswerter Interpretation...; Einfühlsam und stimmungsvoll illustrieren Kontrabass und Flügel den poetischen Sog des anachronistischen Horrors knarrender Türen hinter meterdicken Klostermauern...; Dem Radebass-Trio ist ein lustvoller Ausflug in historische Abgründe der menschlichen Psyche zu verdanken, der sicher auch dem Publikum der Bühnenfassung manch wohligen Schauder in die Glieder zu treiben vermag." Tip Berlin „Selten war der große Gerichtssal des Nordenhamer Amtsgerichts so überfüllt...; Mit zunehmender Dämmerung und fortschreitender inszenierter Lesung ergriff das Grauen des erzählten Geschehens immer stärker Besitz vom Publikum...; Musik und Text verscholzen zu einem Hörerlebnis...; "Radebass" begeisterte die Literatur-Fangemeinde." Nordwest-Zeitung „Nach ein paar Augenblicken Aufatmen, erst zögerlicher, dann tosender Beifall im nur von Kerzen beleuchteten Saal: Endlich ist Schluss mit der bösen Geschichte, das verstörte Publikum erlöst vom aufdringlich wahnwitzigen Werben des Mörders um Verständnis für seine irre Tat...; Der Spuk hat ein Ende. Doch das Herzklopfen bleibt. Einen entsetzlichen Seelen-Striptease legt Radebass hin, entblößt die wirren Gedanken des teuflischen Mörders, enthüllt die Angst des Folteropfers in der Todesnacht. Mit seinen unheimlichen Einblicken in die Abgründe des Wahnsinns bietet das Leipziger Trio einen Literaturgenuss allererster Güte am Montagabend im fast ausverkauften Saal der Stadtbücherei, sorgt für den schaurig-schönen Abschluss der Nettetaler Literaturtage." Westdeutsche Zeitung „Jubel, Grusel, Heiterkeit - Wohlige Schauer im UT Connewitz: Trio Radebass feiert am Samstag Premiere seines Programms "Abendgrauen"
Schwaches Kerzenlicht beleuchtet am Samstagabend das UT Connewitz und dessen morbiden Charme. Ein trefflicher Ort, den sich das Leipziger Trio Radebass da für die Premiere seines Programms "Abendgrauen" erwählt hat. Zur schaurig-schönen Einheit verschmelzen der bröckelnde Putz im ältesten Kinosaal am Platz und die musikalische Lesung in Endzeitstimmung, die in dem Gemäuer widerhallt. Nach ihrem erfolgreichen ersten Programm "Das schwatzende Herz" präsentieren Sprecher Henrik Wöhler, Pianist Claudius Bruns und Bassist Martin Siebach erneut ein prickelndes Hörerlebnis, das mit fantastischen Geschichten dem Schauderhaften huldigt.
Mit dem Großmeister klassischer Horrorgeschichten, Edgar Allen Poe, beginnt der so getaufte "szenische Trialog". "Die Maske des roten Todes" sitzt perfekt: Wöhler liest eindrucksvoll Poes düstere Worte, Jazzpianist Bruns stellt ihnen am Flügel musikalisch nach und Siebach hält mit surrendem Kontrabass die Stimme des Sprechers als Gegenpart im Zaum. Drei Erzählungen Franz Kafkas - Wöhler nennt ihn "unseren lieb gewonnenen Freund" - bilden im Anschluss einen Reigen grotesker Szenarien (etwa aus "Die Brücke"), die durch sparsame, aber wirkungsvolle Instrumentierung und spannende Erzählweise vor dem geistigen Auge der Zuschauer sichtbar werden.
Nach knapp einstündigem Hörgenuss holen Radebass zum Finale ihrer packenden Performance aus und bedienen sich dabei eines im europäischen Sprachraum wenig beachteten Autors: Horacio Quiroga wird "der Edgar Allen Poe Argentiniens" genannt und begeistert mit seinen gespenstischen Geschichten ganz Südamerika. Seine Erzählung "Das Federkissen" sorgt noch einmal für dichte Gruselatmosphäre. Wöhler beherrscht es auch hier, jeder Stimmung und Figur des entliehenen Textes durch seine Vortragsweise die richtige Note zu verleihen.
Durch das Zusammenspiel von Stimme, Piano und Bass ist Radebass eine zeitgemäße, musikalisch-künstlerische Literatur-Interpretation gelungen. Das Trio klingt gleichzeitig hier und da spätromantisch oder expressionistisch, greift die Ästhetik des Film Noir auf und erinnert manchmal gar an Schönbergs Zwölftonexperimente. Für die Feinfühligkeit, mit der sich Radebass in die Zeilen gehört und die dazu passenden Stimmungen entworfen haben, jubelt das emotionalisierte Publikum im ausverkauften Haus. Auch auf der Bühne wird es daraufhin vergnüglicher: Eine heitere, fast tänzerische Zugabe aus der Feder Kafkas sorgt im immer noch mystisch flackernden Kerzenschein für den richtigen Dreh zur ausgelassenen Premierenfeier." Leipziger Volkszeitung

|